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Ratgeber · Angebote, die angenommen werden

Angebot schreiben: Aufbau, Beispiel und Vorlage

Ein gutes Angebot ist klar, vollständig und schnell beim Kunden. Hier steht, was hineingehört, wie Sie es formulieren und wie aus dem Angebot ein Auftrag wird.

Von Timo Kusmenko · Stand: Oktober 2026

Ein Angebot schreiben: das Wichtigste vorab

Wer ein Angebot schreibt, macht einem Kunden einen verbindlichen Vorschlag: diese Leistung, zu diesem Preis, in diesem Zeitraum. Nimmt der Kunde an, ist der Vertrag geschlossen. Deshalb gehört alles hinein, was später nicht strittig sein soll.

Genauso wichtig wie der Inhalt ist die Geschwindigkeit. Ein Angebot, das am Tag nach dem Gespräch kommt, wird eher angenommen als eines, das eine Woche später kommt, weil der Kunde dann noch weiß, worüber Sie gesprochen haben.

  • KlarDer Kunde versteht ohne Rückfrage, was er bekommt.
  • VollständigPreis, Umfang, Zeitraum und Gültigkeit stehen drin.
  • SchnellAm besten innerhalb eines Tages nach dem Gespräch.

Was in ein Angebot hineingehört

Acht Bestandteile, die in fast jedes Angebot gehören. Für Angebote gibt es anders als für Rechnungen keine gesetzliche Pflichtliste, aber ohne diese Angaben wird es schnell strittig.

Absender und Empfänger

Ihr Name oder Firmenname mit Anschrift, dazu der Kunde mit Ansprechperson.

Datum und Angebotsnummer

Die Nummer hilft, wenn der Kunde später antwortet oder eine Rechnung folgt.

Bezug

Worauf sich das Angebot bezieht: Ihre Anfrage vom, unser Gespräch am.

Leistungen

Jede Position mit Beschreibung, Menge, Einheit und Preis. So genau, dass klar ist, was nicht dazugehört.

Preis

Summe netto, Umsatzsteuer und Gesamtbetrag. Bei Kleinunternehmern der Hinweis nach § 19 UStG.

Zeitraum

Wann die Leistung erbracht wird, als Datum oder Zeitraum.

Zahlungsbedingungen

Wann und wie gezahlt wird, etwa Anzahlung und Rest nach Abschluss.

Gültigkeit

Bis wann das Angebot gilt. Ohne Frist kann der Kunde nur kurz annehmen, was oft für Unklarheit sorgt.

Beispiel: Angebot schreiben für eine Dienstleistung

Ein ausgefülltes Beispiel mit erfundenen Namen und Preisen. Der Aufbau passt für die meisten Dienstleistungen.

Beispieltext
Sehr geehrte Frau Becker,

vielen Dank für das Gespräch am Dienstag. Wie besprochen biete ich Ihnen an:

1. Analyse Ihrer bisherigen Abläufe, 1 Termin vor Ort, pauschal 450,00 €
2. Umsetzung der neuen Abläufe, 12 Stunden zu je 95,00 €, 1.140,00 €
3. Einweisung Ihres Teams, 2 Stunden zu je 95,00 €, 190,00 €

Summe netto: 1.780,00 €
zzgl. 19 % Umsatzsteuer: 338,20 €
Gesamtbetrag: 2.118,20 €

Start ist ab dem 1. des Folgemonats möglich, die Umsetzung dauert etwa drei Wochen. Zahlbar sind 50 % bei Auftrag und 50 % nach Abschluss.

Dieses Angebot gilt 30 Tage. Wenn Sie es annehmen möchten, genügt eine kurze Antwort auf diese E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Timo Beispiel

Formulierungen, die überzeugen

Einstieg mit Bezug

„Vielen Dank für das Gespräch am Dienstag. Wie besprochen biete ich Ihnen an:“ statt „Hiermit unterbreiten wir Ihnen folgendes Angebot“.

Nutzen statt Merkmal

„Ihr Team spart die wöchentliche Liste von Hand“ sagt mehr als „Automatisierung der Listenerstellung“.

Klare nächste Schritte

„Wenn Sie es annehmen möchten, genügt eine kurze Antwort“ macht die Zusage leicht.

Persönlicher Abschluss

Ein Satz zu dem, was den Kunden im Gespräch bewegt hat, zeigt, dass Sie zugehört haben.

Häufige Fehler beim Angebot schreiben

Zu spät.

Eine Woche nach dem Gespräch ist der Schwung weg, und der Kunde hat vielleicht schon ein anderes Angebot.

Zu ungenau.

„Beratung nach Aufwand“ ohne Schätzung macht unsicher und lädt zu Nachverhandlungen ein.

Kein Nachfassen.

Viele Angebote bleiben unbeantwortet, weil niemand nachfragt. Wie Sie das ändern, steht unter Angebot nachfassen.

Kostenlose Vorlagen zum Herunterladen

Ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Mehr zu den Vorlagen unter Angebot Vorlage.

Angebot Vorlage (Word)

Mit Positionen, Netto, 19 % Umsatzsteuer und Brutto.

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Angebot für Kleinunternehmer (Word)

Ohne Umsatzsteuer, mit Hinweis nach § 19 UStG.

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Angebot Vorlage (Excel)

Rechnet Summen und Umsatzsteuer selbst, Kleinunternehmer per Auswahl.

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Auftragsbestätigung (Word)

Bestätigt Auftrag, Preis und Zeitraum.

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Die Hinweise auf dieser Seite sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihre Steuerberatung oder eine Anwältin.

Angebote schneller schreiben

Wer viele Angebote schreibt, verliert Zeit mit immer gleichen Schritten: Vorlage öffnen, Positionen kopieren, Summen prüfen, als PDF speichern, verschicken, später nachfragen. Mit einem eigenen Ablauf entsteht das Angebot aus den Angaben im Gespräch, der Kunde unterschreibt online, und auf Wunsch läuft auch das Nachfassen von selbst. Wie das aussieht, steht unter Angebot erstellen.

Häufige Fragen zum Angebot schreiben

Was muss in einem Angebot stehen?

Absender, Empfänger, Datum, Angebotsnummer, die Leistungen mit Preisen, Summe mit Umsatzsteuer, Zeitraum, Zahlungsbedingungen und die Gültigkeit. Eine gesetzliche Pflichtliste wie bei Rechnungen gibt es nicht.

Ist ein Angebot verbindlich?

Ja, grundsätzlich ist ein Angebot bindend, bis die Frist abläuft. Wer das nicht möchte, schreibt „freibleibend“ oder „unverbindlich“ dazu.

Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?

Üblich sind 14 bis 30 Tage. Wichtig ist, dass überhaupt eine Frist drinsteht.

Kann ich ein Angebot per E-Mail schicken?

Ja. Für Angebote ist keine bestimmte Form vorgeschrieben. Ein PDF im Anhang oder ein Link zum Online-Angebot ist üblich.

Was schreibe ich als Kleinunternehmer?

Statt der Umsatzsteuer den Hinweis „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Eine passende Vorlage finden Sie auf dieser Seite.

Wie formuliere ich den Einstieg?

Mit Bezug auf das Gespräch oder die Anfrage, zum Beispiel: „Vielen Dank für das Gespräch am Dienstag. Wie besprochen biete ich Ihnen an:“.

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Was ich dafür baue

Angebote, die sich fast selbst schreiben? Sprechen wir darüber.